Gestern habe ich mir einen richtigen Urlaubstag gegönnt, wir hatten ja ein langes Wochenende, da am Freitag schon Feiertag war. Mit so viel Zeit, dachte ich mir, muss man schon was anfangen: Also bin ich kurzerhand am Samstag um 10 Uhr in den Bus nach Bilbao gestiegen, um mir ENDLICH das Guggenheim Museum anzuschauen. Dort gab es neben der Daueraustellung eine sehr interessante von Anish Kapoor zu sehen, ich konnte leider nur einige wenige verbotene Fotos machen aber die kommen wie immer in den Blog
Oben eine Installation in der Daueraustellung, auf den Leuchtpfeilern laufen Sätze auf Baskisch, Spanisch und Englisch und man kann unten durchgehen, hat mir sehr gut gefallen.
Und das ist meine Lieblingsinstallation im ganzen Museum, wenn man durch die Bögen und Spiralen geht, wird einem ganz wunderbar schwindlig und man ist herrlich Orientierungslos, ich könnte Stunden dort verbringen..
Mein Lieblingsfoto vom Guggenheim Bilbao.
Der Frühling ist in Bilbao wegen der Nähe zum Meer halt schon etwas früher angekommen…
Hier ein Foto von letzter Woche auf einer abendlichen Radtour, endlich ist das Baskenland wieder so schön grün, da macht das Radfahren gleich drei mal so viel Spaß!
Und hier noch ein abendlicher Blick auf die Sierra de Cantabria, gesehen von einem kleinen Pass, der ca. 10 km südlich von Gasteiz liegt. Über diese Berge, die man im Hintergrund sieht, führen dann die längeren Radtouren…
So und dann sollte ich mich auch noch ein bisschen an die Arbeit machen, nachdem ich gestern wirklich Urlaub gemacht habe, muss heute ein Referat vorbereitet werden, das Erasmusjahr besteht nämlich nicht nur aus Reisen und Fiestas, auch wenn ich hier vielleicht manchmal diesen Eindruck erwecke, weil ich nie Fotos veröffentliche, in denen ich am Schreibtisch sitze und arbeite, sollte ich vielleicht mal tun…
Nachdem ich schon ein paar mal um den See geradelt bin, davon habt ihr ja schon Fotos gesehen, bin ich gestern zur ersten größeren Radtour gestartet. Eigentlich sollte sie so etwa 80 km lang werden, wurden dann glatte 95 weil eine Straße gesperrt war und ich praktisch den selben Weg zurück musste. Dabei musste ich natürlich den Pass (Puerto de Cruceta) zweimal bewältigen, einmal von jeder Seite, da es keine andere Möglichkeit gab wieder aus dem Tal herauszukommen. Naja trotzdem war die Tour landschaftlich sehr schön, wenn auch sehr anstrengend da der Wind immer noch sehr stark ist, ich weiß nicht ob sich das hier jemals ändert…
Malerische Straßenabschnitte wie dieser hier sind keine Seltenheit…
Hier ein Blick über den See “Lago de Legutiano” auf den noch schneebedeckten Gipfel des Gorbeia, mit 1481 Metern der höchste Berg der Provinzen Álava/Araba und Bizkaia zugleich, da sein Gipfel auf der Grenze liegt. Im gesamten Baskenland ist nur der Aitxuri noch etwas höher.
Und das ist der Blick von der Passhöhe des Cruceta ins Tal von Aramaio, da wusste ich noch nicht, dass ich von der anderen Seite nochmal hochmuss…
Das wars erstmal von meiner gestrigen Radtour, jetzt muss ich noch ein Theaterstück fertiglesen und am Besten mit einer Übersetzung anfangen, ihr seht also, sehr beschäftigt…
So, es wird nun wirklich allerhöchste Zeit, dass ich mal wieder einen Eintrag schreibe, seit Weihnachten hat sich hier ja nichts getan. Nach meiner Reise nach NYC standen dann aber auch relativ schnell die Examen an, deren Ergebnisse ich eigentlich durchweg als recht erfreulich bezeichnen kann, auch wenn ich mich beim Lernen nicht gerade überarbeitet habe. Trotzdem war für größere Ausflüge oder ähnliches natürlich keine Zeit, deswegen hat sich ein Blogeintrag auch nicht aufgedrängt. Die freie Woche nach den Examen habe ich allerdings genutzt um nach Madrid zu fahren, wo ich für etwas mehr als eine Woche bei Patrick Unterschlupf fand, dazu im Folgenden dann noch mehr. Mittlerweile ist das neue Semester auch schon wieder eine Woche alt, diesmal wird es, glaube ich, nochmal deutlich mehr Arbeit. Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen, den Baskischkurs nicht weiter zu belegen, da ich an einem Tag zeitgleich Übersetzung habe und der Kurs sich am nächsten Tag um eine halbe Stunde mit “Geschichte der spanischen Sprache” überlappt. Und wenn ich von zwei Unterrichtsstunden in der Woche nicht einmal eine vollständig besuchen kann, hat das ganze, glaube ich, leider nicht viel Sinn. Ansonsten habe ich noch eine Klasse über Kontemporäre Spanische Literaturtexte, also hauptsächlich Theater aus dem 19./20. Jahrhundert, eine Geschichtsvorlesung über Spanien aus der selbe Zeit und eine Vorlesung über die kontemporären Probleme Lateinamerikas, was ungefähr den selben Zeitraum umfasst. Gerade in der Geschichtsklasse, die ich drei mal die Woche habe, bin ich wirklich gut bedient, da ich bei manchen Begriffen, die dort fallen, keine Ahnung habe, was sie eigentlich bedeuten sollen und das dann erst einmal in der Bibliothek nachbereiten muss. Trotz allem ist es aber nur die erste Woche gewesen und von demher auch noch recht ruhig.
Heute habe ich mein Rennrad ausgemottet und erstmals dieses Jahr wieder eine Runde gedreht, um den schon einmal genannten Stausee im Norden Vitorias. Trotz 10 Grad war der Wind recht stark und auch ziemlich kalt, das Panorama der schneebedeckten Berge und der aufgewühlte, türkisfarbene See aber um so schöner anzusehen.
Nun aber zu meinem Abstecher nach Madrid:
Da Patrick dort gerade seinen Erasmus macht, habe ich in seiner WG im Wohnzimmer Asyl gefunden, das Sofa stellte sich aber als sehr bequem heraus. Seine WG war auch wirklich nett, sie besteht aus einem Argentinier, den ich aber immer nur frühmorgens und spätabends zu Gesicht bekam, einer Argentinierin, Paula, mit der wir uns super verstanden haben und mit der wir auch hin und wieder etwas unternahmen und einer US-Amerikanerin, die eigentlich ganz nett, aber leider wie alle ihre Freunde, die natürlich auch Amis sind, furchtbar ignorant, aber das passt ohnehin auf keine Kuhhaut, deswegen fange ich besser erst gar nicht davon an.
Stattdessen erst einmal ein paar Fotos, eines von der Plaza Mayor, dem, wie ja aus dem Name hervorgeht, zentralen Platz Madrids, nach dessen Vorbild solche Plätze dann überall in Spanien und Amerika, wie ja auch in Vitoria, gebaut wurden.
Und nun etwas wirklich erschreckendes, der Bär, der am Erdbeerbaum nascht, das Wahrzeichen Madrids am Platz Puerta del Sol ist umgezogen, nun ja, er steht nun auf dem selben Platz, allerdings zwei Straßeneinmündungen weiter, dadurch passt er nun wunderbar auf ein Bild mit der Werbung für Tio Pepe:
Das Wetter war, wie zu sehen ist, recht angenehm bei meiner Ankunft, bei 15° habe ich noch nicht einmal eine Jacke gebraucht. Leider wurde es die nächsten Tage deutlich kälter, auch wenn es nur einen Tag geregnet hat und überwiegend die Sonne bei blauem Himmel schien. Hier nochmal ein Bild von der Puerta del Sol…
Wenn man sich schon eine Woche lang in einer fremden WG einnistet, so dachte ich, dann muss man sich auch irgendwie nützlich machen. Ich hatte, vorrausschauend wie ich nunmal bin, natürlich den Spätzlehobel mitgebracht und so haben Patrick und ich dann mal einen Abend Gulasch mit Spätzle gekocht… Die Fotos davon sind offenbar aber leider zu groß um hochgeladen zu werden, ich werde das später nochmal probieren.
Natürlich war ich viel in Madrid unterwegs, hin und wieder auch mal allein, was damit zu tun hat, das Patrick immer noch in der Prüfungsphase war und öfter mal lernen musste. In Museen ist das aber noch nicht einmal das schlechteste, allein unterwegs zu sein, da muss man sich nach keiner Gruppe richten. Zwei Tage lang, oder besser gesagt einen Tag und eine Nacht lang waren wir mit einer Gruppe von Maarten unterwegs, auch ein ehemaliger Schulkollege von mir. Der war mit einer Gruppe von ehemaligen Erasmusstudenten die er aus Heidelberg kennt unterwegs. So sind wir am Sonntag einer der Lieblingsbeschäftigungen der Madrileños nachgegangen, nämlich auf den Rastro, den Flohmarkt in La Latina zu gehen. Wirklich viel gefunden habe ich dort nicht, viel mehr sagten mir die Läden am Rand zu, wie dieser Garagenladen mit hausgemachten, bzw. hauseingelegten Oliven.
Wie bereits gesagt habe ich auch einige Museen besucht, das Prado wo viel von Velazquez und noch mehr von Goya aber auch von anderen alten Meistern hängt, das Thyssen, das weniger auf spanische Kunst begrenzt ist und eher Gesamteuropäische Werke im Programm hat und auch die Reina Sofia, wo Werke Mirós, Dalís und auch das bekannte Gernika von Picasso zu sehen sind. Auf dessen Dach entstanden auch folgende Fotos mit Blicken auf den Bahnhof Atocha und über die Dächer Madrids:
Natürlich haben wir uns auch einmal mit meiner ehemaligen Mitbewohnerin in Berlin, Margarita getroffen, die aber für weitere Treffen leider keine Zeit hatte, erstens wegen ihrer vielen Arbeit und außerdem war auch noch ihre Oma krank, so dass sie öfter mal bei ihr sein musste oder wollte.
Wir haben auch zweimal einen Abstecher außerhalb Madrids gemacht, beziehungsweise ich, denn den ersten habe ich alleine gemacht. Da ging’s nach Segovia, das eine wunderschöne Altstadt und Kathedrale hat und in dessen Burg auch die Könige von Kastilien gern einmal verweilten, außerdem ein Aquädukt aus Römerzeiten, also genug zu sehen für einen Tagesausflug.
Leicht zu erkennen ist dies das Aquädukt, von dem die Rede war. Es bringt seit Römerzeiten Wasser aus den Bergen in die Altstadt Segovias und war, wie ich Patricks Reiseführer entnehmen konnte, bis 1974, also mehr als 2000 unglaubliche Jahre lang in Betrieb. Welches zeitgenössische Bauwerk wird schon 2000 Jahre lang seinen Dienst erfüllen? Erst vor wenigen Jahren wurde das Bauwerk erstmals leicht ausgebessert in dem die Lücken zwischen den Steinen kaum sichtbar mit Beton gefüllt wurden.
Auf obigem Foto sieht man die Kathedrale Segovias, im 1600 Jahrhundert erbaut und die letzte gothische Kathedrale Spaniens.
Hier der Alcazar (arabisch für Burg) von Segovia zu sehen. An selbiger Stelle standen schon römische, gothische und arabische Festungen, die heutige war zeitweilig Königsresidenz der Könige von Kastilien und beherbergt seit etwa 200 Jahren eine Artillerieschule.
Das letzte Foto aus Segovia zeigt den Ausblick auf die Stadt vom Hauptturm:
Den zweiten Ausflug habe ich zusammen mit Patrick gemacht, diesmal nach Toledo. Ebenfalls eine ehemalige Königsstadt, erstmals der Westgoten und später im Zuge der Reconquista die Hauptstadt von Kastilien, bis der Hof 1561 nach Madrid verlegt wurde. Außerdem ist die Stadt natürlich Herkunftsort des berühmten Toledostahls, was dazu führt, dass heute in jedem fünften Laden Schwerter irgendwelchen Touristen angeboten werden. Desweiteren wurde Toledo zur Wahlheimat “El Grecos” dessen Museum aber natürlich geschlossen war.
Auf diesem Foto ist der Alcazar von Toledo zu sehen, früher Festung, später Militärakademie und heute Wahrzeichen derer die die Francodiktatur wohl immer noch nicht überwunden haben. Im Bürgerkrieg verschanzten sich darin Francoanhänger, deren Befehlshaber sogar seinen Sohn opferte um die Festund nicht aufzugeben. Das wurde später natürlich ähnlich dem Hitler-Ludendorff-Putsch verklärt und ich befürchte die Aufschrift auf dem Tor “Todo por la Patria” (Alles für das Vaterland) spielt ziemlich bewusst auf die damaligen Vorkommnisse an. Auf die Idee diese zu entfernen ist jedenfalls noch niemand gekommen.
Weltberühmt ist auch die Kathedrale von Toledo, die ist wirklich wunderschön anzusehen. Darin sind auch üppige Kirschenschätze aus vergoldetem Silber und solchen Späßen dargestellt. Wie viele Indios dafür in Potosí ihr Leben lassen mussten fragt man sich aber besser nicht.
Die ganze Zeit zeugt auch heute noch von dem Zusammenleben der drei Kulturen im spanischen Mittelalter. Überall finden sich Kirchen die früher Moscheen oder Synagogen waren. Hier lebten jahrhundertelang Christen, Muslime und Juden auf engstem Raum zusammen. Das war vielleicht mehr gegenseitige Toleranz als wirkliches Zusammenleben, funktionierte aber erstaunlich gut, bis 1492 alle Juden und Muslime, die sich weigerten zum Christentum zu konvertieren, gezwungen wurden aus Spanien auszuwandern. Zum Abschluss sind wir dann noch in eine relativ neue Barockkirche, aber nur nebenbei um diese zu bewundern, vielmehr weil man von deren Dach einen wunderbaren Blick auf Toledo hat:
Die restlichen Fotos stammen allesamt aus Madrid und bieten einen Überblick über meine restliche Woche in Madrid:
Carole, Patrick und Paula (vlnr) beim fröhlichen Tapas-essen im Tigre, ein Bier kostet dort zwar zwei Euro, kommt dafür aber mit so vielen Tapas, dass man sich das Abendessen wirklich sparen kann.
Lustige Erasmusrunde in irgendeiner Madrider Kellerbar.
Und superspanisch wie wir mittlerweile sind, geht man nach der Disco nicht etwa nach Hause, sondern zum Frühstück, hier im Brillante wo es angeblich den besten Bocadillo mit Calamares in ganz Madrid gibt, kann ich allerdings nicht wirklich beurteilen, da ich nur den gegessen habe, gut geschmeckt hat er aber allerdings.
Hier der Palacio de Cristal (Glaspalast) mit dazugehörigem Teich in Madrids bekanntestem Park, dem Retiro.
In selbigem steht auch die Statue des gefallenen Engels. Madrid dürfte hiermit so ziemlich die einzige Stadt sein, die dem Teufel ein Denkmal setzt, welches auch noch auf 666 Metern über dem Meer steht.
Gran Via, die Prachtstraße Madrids, wo ich aber leider den Karnevalsumzug verpasst habe, so ein Pech aber auch…
Quevedo-Platz, nahe Patricks Wohnung.
Eines der wohl bekanntesten Fotos die man in Madrid machen kann, aber wenn ich komm sind natürlich Bauarbeiten angesagt
Und das wohl etwas überdimensionierte Gebäude, das die spanische Post beherbergt.
Der Plaza de España mit Don Quijote und Sancho Pansa bei Nacht.
Schon auf dem Heimweg, Madrid ist ja bekanntlich von Bergen umgeben…
Adios Kastilien, Kaixo Baskenland ![]()
Wie versprochen melde ich mich nochmal vorweihnachtlich aus Vitoria-Gasteiz. Jaaa, ganz recht! Das ist der Blick aus meinem Fenster heute morgen bei Sonnenaufgang und der Olarizu und sowieso die ganze Stadt ist wunderbar eingeschneit. Das kann ich euch natürlich nicht vorenthalten… Unten ein Foto von der Plaza Virgen Blanca, also praktisch dem zentralen Punkt der Stadt, vor einigen Tagen, noch ohne Schnee aber schon mit Weihnachtsschmuck. Mittlerweile ist hier eine Piste zum Schlittschuhlaufen aufgebaut die wir die Tage hoffentlich noch nutzen werden.
Habt ihr eigentlich schon einmal meine wunderbare Fakultät gesehen? Also hier ist sie, am Freitagmorgen, schön eingeschneit. Als ich wie jeden Freitag morgen um neun in den Raum kam, wo normalerweise mein Kurs stattfindet, waren glatt zwei Leute drin. Die Professorin, die normalerweise in einer halben Stunde in die Stadt fahren kann, brauchte eine knappe Stunde mehr, da gerade mal die größten Straßen in Vitoria frei waren, nicht aber in den außerhalb liegenden Dörfern. So führen ein paar Zentimeterchen Neuschnee natürlich schnell mal zu einem mittleren Chaos…
Und das Artium am Freitagabend. Eines meiner gestrigen Lieblingsfotos. Aber so ein Schneefall ist selbst hier nicht gewöhnlich. Selbst ältere Eingesessene meinten, so viel Schnee habe es schon lange nicht mehr gegeben.
Die Plaza Nueva mit Schnee und Weihnachtsschmuck. Na wenn da keine Weihnachtsstimmung aufkommt kann ich auch nicht helfen
Hier Aleks und ich bei einem spontanen Schneespaziergang durch die Altstadt.
Und das ist mein persönliches Lieblingsfoto: Gestern abend nach dem Schneespaziergang durch die Altstadt. Man sieht darauf den Aufgang zum Montehermoso wo sich auch unser Lieblingscafé, das Aldapa, befindet.
Auf dem nächsten Foto ist ein Olentzero zu sehen: Der “baskische Weihnachtsmann”. Im Gegensatz zum Rest vom Spanien, wo die Geschenke ja erst an Dreikönig kommen, gibt es die Geschenke im Baskenland schon am 24./25. Der Olentzero geht aus einem Mix zwischen Christentum und baskischem Sagentum hervor und ist ein großer, beleibter und kräftiger Köhler, der nach Christi Geburt ein großes Feuer schürte um ebendiese zu verkünden. Heute bringt er den baskischen Kindern Geschenke.
Nochmal der Unicampus am Freitagabend, mit noch etwas mehr Schnee wie man sieht.
Glücklicherweise wird vorhergesagt, dass es nächste Woche deutlich wärmer wird, so dass ich mit der Fahrt nach Madrid und den Flügen hoffentlich keine Probleme haben werde. Zeit für längere Blogeinträge werde ich in NY wohl vorerst nicht haben, da müsst ihr euch schon bis nächstes Jahr gedulden. Bleibt mir nur noch allen treuen Lesern frohe Weihnachten zu wünschen! Feliz Navidad! Urteberri on!
Eigentlich wäre ich ja am Samstag auch noch mal auf eine Exkursion nach Donostia gegangen, war aber mal wieder etwas krank, so dass ich lieber daheim geblieben bin. Mittlerweile erfreue ich mich aber auch wieder bester Gesundheit, also kein Grund zur Sorge.
Trotzdem schulde ich euch aber immer noch den Bericht des Ausflugs von Aleks und mir nach Burgos: Eine geschichtsträchtige Stadt im nördlichen Kastilien, in deren Nähe beispielsweise der spanische Nationalheld “El Cid” geboren wurde und in der er heute auch begraben liegt. Genauer gesagt in der monumentalen Kathedrale der Stadt, die selbstverständlich zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Diese ist auch deshlab so wunderbar einheitlich gothisch, weil sie Großteils innerhalb von 40 Jahren hochgezogen und 1260 schon der Hochaltar eingeweiht wurde. Trotzdem gab es natürlich auch spätere Nachbesserungen, die im Übrigen auch mit Konstanz zu tun haben. Wer mehr wissen will, dem empfehle ich den Wikipedia-Eintrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_von_Burgos
Diese Kathedrale haben wir natürlich auch von innen angeschaut, die Fotos sind aber nicht so genial, dass ich sie unbedingt hochladen müsste. Zumal ja mittlerweile der Platz hier echt knapp ist, musste wieder ein paar alte löschen.
Das Erste zeigt die Kathedrale, wie man sie sieht, wenn man durch den Arco Santa María eintritt, das älteste und am besten erhaltene Stadttor.
Hier die Front der Kathedrale von einer Straße etwas oberhalb, wenn man genau hinschaut, entdeckt man auch mich auf dem Foto.
Und nochmal vom Aussichtspunkt bei der Burg.
Na gut, einige Innenansichten sind gar nicht so schlecht geworden:
Hier der Blick nach oben von der Mitte der Kathedrale aus, dort wo El Cid begraben liegt. Ich habe versucht seinen Marmorgrabstein zu fotografieren, was mir aber nicht wirklich gelang.
Und noch ein Seitengang, hauptsächlich auch wegen der Skulpturen am Rand.
Danach sind wir auf den Burghügel gewandert, das Foto der Kathedrale von oben, habt ihr ja schon gesehen. Naja, die Burg hat riesige Mauern aber außerhalb der Öffnungszeiten, die es einem Sonntags eigentlich unmöglich machen sie von innen zu sehen, nicht viel interessantes, daher nur dieses Foto:
Viel schöner fande ich da schon die Kirche des St. Esteban, die etwa auf halber Höhe zwischen Kathedrale und Burg liegt.
Der Plaza Mayor und den Rest der Innenstadt fand ich bis auf wenige Ausnahmen nicht sehr besonders, sehenswert ist aber noch “La Casa del Cordón” in dem Kolumbus nach seiner zweiten Amerikareise von den Reyes Católicos empfangen wurde…
…sowie die Statue von El Cid, seinerzeit von Franco persönlich enthüllt:
Die letzten Fotos stammen von schon besagtem Arco de Santa María, dem Stadttor, durch das man auch wieder zur Estación de Autobuses kommt, da wir uns gegen Abend natürlich auch wieder auf den Weg machen mussten.
Und das Letzte schließlich noch ein bisschen weiter weg, schon halb in der Busstation, mit Blick auf die Spitzen der Kathedrale.
Ich wünsch euch absichtlich noch nicht frohe Weihnachten, denn ich werde mich mindestens einmal noch melden, mit Fotos aus dem weihnachtlichen Vitoria.
Hat heute nämlich auch ein wenig geschneit, naja über Nacht zumindest. Bis neun war der Schnee in der Stadt aber auch schon wieder weg und der Schnee-Regen-Mix, den wir tagsüber hatten, blieb natürlich nicht liegen. Bis bald also!
Zu erst mal was technisches: Weil der Speicherplatz aufgrund der vielen Bilder knapp wird, musste ich die Bilder der ersten Beiträge löschen. Zumindest aus dem Blog. Sollte jemand irgendein Bild aber noch mal sehen wollen, könnt ihr mich einfach in irgendeiner Weise kontaktieren. Jetzt aber zum eigentlichen Beitrag:
Am gestrigen Samstag stand mal wieder eine Exkursion an, diesmal praktisch vor die Haustür ins Weinbaugebiet La Rioja, das eines der bedeutendsten Spaniens ist. Naja ganz direkt vor der Haustür liegt es auch wieder nicht, immerhin müssen zwei Bergketten über- bzw. unterquert werden. Einmal dort angekommen sieht das Klima schon ganz anders aus, viel weniger Grün als im nördlicheren Baskenland und gleich viel mediterraner. Die Bergkette “Sierra de la Cantabria”, die noch auf einigen Fotos zu sehen sein wird und meist über 1000 Meter hoch ist trennt das Kernland der Provinz Álava, in dem ich mich befinde vom Tal des Flusses Ebro wo die Rioja liegt. Diese Bergkette hält den meisten Regen ab und da sich das Ebrotal zum Mittelmeer hin öffnet, herrscht hier ein mediterranes Klima vor, das sich wunderbar zum Weinanbau eignet. So ist die Landschaft dann auch gekennzeichnet von den sanften, mit Reben bebauten Hügeln, die einen schönen Kontrast zu den schroffen Bergketten dahinter bilden. Dies kann man übrigens auch im neuen Headerbild sehen. Nun fange ich aber erstmal von vorne an:
Als erstes stand morgens ein Besuch im mittelalterlichen Örtchen Laguardia (zu deutsch: die Wache) an, das kaum 1500 Einwohner hat und sich nur um den Wein zu drehen scheint. Die Region Rioja-Alavesa ist auf die autonomen Regionen Castilla y Leon, La Rioja, Navarra und Baskenland, also die Provinz Álava aufgeteilt. Laguardia liegt im baskischen Teil, so wie eigentlich alle Orte die wir besuchten, auch wenn wir zwischendurch andere Provinzen per Bus passierten.
Zurück nun aber nach Laguardia. Wie auf dem Foto zu sehen bestimmen die mittelalterlichen Mauern immer noch das Stadtbild, scheinbar gab es kaum Bedarf das Dorf nach außen zu erweitern. Entsprechend eng ist das Örtchen aber auch innerhalb der Mauern bebaut. Die Stadtmauern sind heute auch Großteils Teil der Häuser und die engen Gassen dürfen nicht befahren werden, da diese durch Keller der diversen Bodegas (Weinkellereien) derart unterhöhlt wurden, dass diese einzustürzen drohten. Das macht den Transport der Trauben und der Weinfässer natürlich wiederum zu einer logistischen Herausforderung. Bevor wir nun zum Besuch der Bodega kommen, stelle ich einfach mal ein paar Fotos des Örtchens ein.
Nach einem kurzen Rundgang durchs Dorf und dem auf Exkursionen schon obligatorischem Café Cortado ging es um 11:30 auch schon ab in die Bodega “El Fabulista”, die nach dem Fabeldichter Félix Mária Samaniego benannt ist, der hier zu Lebzeiten wohnte. In der heutigen Bodega wird der Wein auch noch auf traditionelle Art und Weise hergestellt. Die Bodega stellt somit auch die relativ kleine Menge von 30.000 Litern Wein pro Jahr her. In zwei Becken wie dem auf dem nächsten Foto wird der Wein zwischen 8 und 14 Tagen fermentieren bis der Zucker der Trauben zu Alkohol umgewandelt ist.
Danach gingen wir dorthin, wo auch der Wein nach der Fermentierung hinkommt. Dieser wird dann nämlich entweder direkt in Flaschen abgefüllt, was einen Jungwein (Vino Joven) ergibt oder wird in Fässern aus amerikanischer oder französischer Eiche gereift. Je nach Dauer der Reifung darf der Wein dann als Crianza (2 Jahre Reifung, mindestens eins davon im Eichenfass), Reserva (3 Jahre, 2 im Fass), oder Gran Reserva (5 Jahre alt, mindestens 2 im Fass) bezeichnet werden.
Die geräumigen Keller der Bodega liegen 7 Meter unter der Erde und reichen bis unter die Häuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Auf dem Foto sind die besagten Eichenfässer zu sehen, die übrigens alle fünf Jahre ausgewechselt werden müssen, da sie dann ihre Geschmacksgebenden Eigenschaften verlieren.
Nachdem wir so viel über Wein erfahren hatten, musste dieser natürlich auch probiert werden. Zum Vergleich wurden uns ein Jungwein und ein Semicrianza (halbes Jahr im Eichenfass) vorgestellt, wobei uns natürlich auch gezeigt wurde, den Wein richtig zu verköstigen. Mehr als zwei Gläser (eins von jedem) wollte sich aber kaum einer zumuten, schließlich stand ja noch einiges auf dem Programm.
Als nächstes besuchten wir nämlich die prähistorische Ausgrabungsstätte von La Hoya, ein steinzeitliches Dorf das dort bis in die Eisenzeit stand, bevor die Einwohner ihre Wohnsitze auf den Hügel des heutigen Laguardia verlegten, da die Gegend offensichtlich zu gefährlich geworden war. Davon zeugen in der Tat übel zugerichtete Skelette. Immer wieder faszinierend was man so selbst nach Tausenden von Jahren wieder rekonstruieren kann. Da im anliegenden Museum nicht fotografiert werden durfte, hier nur einige Fotos von der richtigen Ausgrabunsstätte:
Auf diesem Foto zeigen die hellen Steine das innere eines Wohnraums an, die dunkelroten eine Feuerstelle. Was durch keine derartigen Steine markiert ist, stellte demnach eine Straße dar.
Auf diesem Foto sieht man vorne die Ausgrabungen mit Laguardia auf dem Hügel im Hintergrund.
Und ein letztes Foto von der Ausgrabungsstätte. Diesmal mit der modernen Bodega “Ysios” im Hintergrund, die von dem spanischen Stararchitekten Calatrava (erinnert sich noch jemand an die Puente de Calatrava in Bilbo?) erdacht wurde. Sie markiert den Trend hin zu Bodegas, die in Gebäuden untergebracht sind, die den Wein gleichzeitig vermarkten sollen. Dies ist nur eines von vielen mehr oder weniger gelungenen Beispielen, da sich die Architektur nicht immer gerade geschmeidig in die wunderschöne Landschaft einfügt. Hier gebe ich allerdings zu, dass der Kontrast zur dahinterliegenden Sierra de la Cantabria gelungen ist. Solch extravagante Bodegas zeigen weiterhin den Wohlstand, den der Wein in die Rioja gebracht hat. Ob dies so bleibt wird sich zeigen, da die Weine der Rioja immer teurer werden und sich viele Experten bereits fragen, wann der Trend zu gleichwertigen aber billigeren Weinbaugebieten wechseln wird.
Auf dem Rückweg zum Bus konnten wir ein Naturschauspiel bewundern, das viele an einen Hitchcock-Klassiker erinnerte:
Das Foto muss natürlich hinter der Realität zurückbleiben, schließlich kann es keine Bewegungen wiedergeben. Einen solch riesigen Schwarm von Vögeln hatte ich vorher wirklich noch nie gesehen, obwohl man hier einiges gewohnt ist. Früher im Herbst waren Schwärme von 40-50 Storchen beispielsweise keine Seltenheit.
Gegen Mittag ging es zurück nach Laguardia, daher nochmal einige Impressionen:
Nach dem Mittagspäuschen begaben wir uns etwas außerhalb der Dörfer, um einen Dolmen zu besichtigen. Dolmen sind steinzeitliche Grabmäler die aus mehreren Steinplatten bestehen die im Kreis aufgestellt wurden und mit einer weiteren Steinplatte abgedeckt wurden. Solche Dolmen finden sich vielerorts im Baskenland, mehr oder weniger gut erhalten sind sie Zeugen einer Besiedlung die weit vor Römer und Phönizier zurückreicht. So ja auch die Ausgrabungen von La Hoya die wir weiter oben sehen konnten. Im Dolmen von Elvillar wurden die Überreste von über 50 Menschen gefunden, also keineswegs ein Grabmal für einen einzigen Herrscher sondern vielmehr für eine ganze Ansiedlung. Interessant auch, dass diese Dolmen trotz der Christianisierung noch bis ins 15. Jahrhundert nach Christus noch genutzt wurden, was durch Funde mittelalterlicher Keramik in selbigen belegt ist.
Hier konnten wir auch einmal die Originalweintrauben probieren und die beeindruckende Landschaft bewundern.
Noch hängen einige vergessene Trauben an den Reben…
Auf obigem Foto ist der Ort Elvillar zu sehen.
Die sanften Hügel der Rioja, die schon langsam im herbslichen Nebel verschwinden.
Und schließlich noch der besagte Dolmen von Elvillar.
Nun war es schon Zeit, sich auf den Heimweg zu begeben, allerdings standen noch zwei Stops in auf dem Weg liegenden Dörfern an. So zum Beispiel in Elciego um die dortige Bodega Marqués de Riscal zu sehen, beziehungsweise eher um sie kurz abzuknipsen.
Wer hier architektonische Parallelen zum Guggenheim-Museum in Bilbao entdeckt hat, der liegt genau richtig. Frank O. Gehry hat auch dieses Bauwerk designt. Bei diesem Blickfang blieb die wunderschöne Kirche des Ortes fast links liegen, schade eigentlich.
Im letzten Ort, den wir besuchten, Labastida, hab ich mich dann fotomäßig nochmal so richtig ausgetobt. Aber da einige von euch ja doch nur die Bilder angucken hoffe ich, man wird es mir nachsehen. Von dem am Hang liegenden Dorf hatte man nämlich wunderbare Ausblicke auf die abendliche Rioja, deren sanfte Hügel langsam in der Dämmerung verschwanden.
Auf dem obigen Ort ist auf einem der Hügel der Ort San Vicente de la Sonsierra zu sehen, der direkt am Ufer des Ebro liegt.
Blick auf das abendliche Labastida vom höher gelegenen Hügel. Dieser war früher mit einer Burg bebaut, wie viele in der Region, die stets zwischen den Königreichen von Navarra und von Kastilien umkämpft war.
Bei diesen Fotos bin ich doch froh, den teureren Foto gekauft zu haben
Mit dem Bild vom alten Stadttor verabschiede ich mich nun endgültig. Schließlich ging es von dortaus schnurstracks nach Gasteiz, wo wir noch zusammen kochten und ein Fläschchen Rotwein genossen - natürlich aus der Rioja…
Kaixo!
Hallo zusammen, ich habe mich nun, auch krankheitsbedingt, ja eine Weile nicht mehr gemeldet. Gestern waren wir allerdings mal wieder auf Exkursion, diesmal in Navarra wo wir das bekannte Kloster von Leire, die Stadt Panplona und die Königsburg der Könige von Navarra in Olite angeschaut haben. Das bietet doch Gelegenheit mal wieder einen Blogeintrag zu tätigen.
Ansonsten gehts mir nach überstandener Krankheit (sogar der Husten scheint fast ganz weg zu sein) wieder gut. Zur Zeit steht jedoch auch immer einiges an Arbeit an, so dass ich eben eher selten dazu komm hier Einträge zu verfassen, ich gelobe aber trotzdem Besserung. Wir haben seit einigen Wochen endlich einen Lehrer für Übersetzung, da kommt jetzt manchmal doch einiges an Arbeit zusammen und auch der Baskischkurs zieht (endlich) ein bisschen an.
Nun aber zum Ausflug, im Mittelpunkt stand das Königreich Navarra, das bis 1512 unabhängig von Kastilien existierte und teilweise die letzte christliche Bastion auf der iberischen Halbinsel war, also durchaus geschichtsträchtig. Das besagte Kloster von Leire, dessen Gründungsjahr unbekannt ist aber schon im 9. Jhd existierte war demnach auch gleichzeitig Verteidigungsanlage und Bischoffssitz nachdem Pamplona in die Hände der Mauren gefallen war. Das ist auch heute noch an den robusten Mauern zu erkennen wie ich finde:
Auf dem nächsten Bild ist das Eingangsportal zur romanisch-gothischen Kirche die im 11. Jhd eingeweiht wurde zu sehen. In deren Krypta sind auch die ersten (sieben wenn ich mich nicht irre) Könige von Navarra begraben.
Das Kloster ist, günstig zu verteidigen auf einem Gebirgspass gelegen, von hier aus kann man schon die ersten Pyrenäenausläufer erahnen:
Mehr Informationen zum Kloster gibt’s unter anderem hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_San_Salvador_de_Leyre
Nach dem Besuch des Klosters ging es über den Mittag nach Pamplona, auch von dieser geschichtsträchtigen und durch Ernest Hemingway und seine Beschreibung der dortigen Fiesta bekannt gewordenen Lokalität will ich euch ein bisschen was zeigen. Direkt durch die Stadt führt auch der Jakobsweg und als echter Pilger stattet man dann auch der hier zu sehenden Kirche San Saturnino einen Besuch ab:
Nicht weit von selbiger entfernt steht auch die Kathedrale der Stadt:
Hier am zentalen Plaza de Castillo, saß auch schon Ernest Hemingway, der in seinem Buch Fiesta die Stadt Pamplona und deren Fiesta auf treffendste Art und Weise beschrieb. Ihr wisst schon, Fiesta heißt Verrückte laufen mit den Stieren durch die engen Gassen der Stadt und treiben sie so in die Arena. Ja, Spanier haben manchmal seltsame Freizeitvergnügen. Gibt dabei aber auch jedes Jahr genug Ausländer… Also der Plaza del Castillo:
So sieht eine der “Stierjagdgassen” ganz in Ruhe und Frieden aus:
Aber natürlich gehört es sich dann auch bis zur Stierkampfarena zu laufen und einem der größten Schriftsteller des 20. Jhds einen Besuch abzustatten:
Nach einem Glas Wein und zwei Pintxos ging es auch schon wieder weiter, nach Olite, zum Königspalast der Könige von Navarra. Dieser wurde Anfang des 15. Jhds gebaut, in den napoleonischen Kriegen jedoch zerstört und daher Anfang des 20. Jhds in leicht veränderter Form wieder aufgebaut. Beeindruckend ist er allemal, ich werde euch hier mal die besten Fotos einstellen:
Hier erstmal die Galerie und das Gärtchen der Königin:
Das bin - leicht zu erkennen - ich vor dem Aussichtsturm und dem Städtchen, das immer noch einen mittelalterlichen Eindruck macht.
Im obigen Foto der Blick auf die zentrale Burg in Efeurot, unten der Wachturm der “vier Winde” im Abendrot.
Rechts die Königsgalerie wo Empfänge abgehalten wurden und links der Turm der burgeigenen Kirche.
Diese Kirche ist hier noch einmal zu sehen:
Und zu guter letzt noch einmal die Ansicht der Burg vom Städtchen aus.
Natürlich gäbe es noch mehr Fotos, ich habe aber versucht die besten und anschaulichsten herauszupicken. Ich hoffe, ich konnte euch lieben Lesern das Königreich Navarra ein bisschen näher bringen. Auch zum Palacio Real de Olite gibt es natürlich eine Wiki-Seite, leider aber nicht auf deutsch, man muss also mit Englisch oder Spanisch vorlieb nehmen: http://en.wikipedia.org/wiki/Palacio_Real_de_Olite
Damit bedanke ich mich auch schon für die Aufmerksamkeit, die euch in den letzten Tagen und Wochen hoffentlich nicht allzusehr abhanden gekommen ist, ich gelobe wieder öfter wenigstens mal ein bisschen was zu schreiben. Über Zuschriften, Antworten und Kommentare freue ich mich natürlich immer.
In diesem Sinne, Agur!
Auf mehrfachen Wunsch liefere ich hiermit noch ein Best-of von der Woche mit Christoph. Außer Vitoria-Gasteiz und der näheren Umgebung haben wir uns noch die zwei weiteren “Metropolen” des Baskenlands angesehen.
Da wäre erst einmal Bilbao und das in dessen Nähe am Meer gelegene Portugalete:
In Bilbao haben wir meinen Tandempartner Cristian besucht, der in der Nähe wohnt und uns daher als Fremdenführer gute Dienste leistete
Erst einmal stand ein Spaziergang am Fluss entlang an, wo aunch das weltberühmte Guggenheim Museum steht.
Chris und Cristian in der Innenstadt:
Danach ging es mit der Metro nach Portugalete, das im Gegensatz zu Bilbao direkt am Meer liegt.
Dort steht auch die älteste, wie soll man sagen, das deutsche Wort ist angeblich Schwebefähre, der Welt. Wie man auf dem Foto sieht eine Plattform die von einer Seite zur anderen pendelt. In Bilbao heißt sie im Volksmund Puente Colgante, ofiziell Puente de Vizcaya. Seit 2006 ist sie Weltkulturerbe der Unesco.
In Bilbao war ich übrigens gestern wieder, im Rahmen einer Exkursion die von der Uni organisiert wurde. Wir machen insgesamt 5 Exkursionen im ganzen Baskenland. Über diesen Ausflug werde ich eventuell noch einen weit ausgearbeiteteren Blog schreiben, da wir das als Arbeit für diesen Kurs anrechnen lassen können, der wird dann allerdings in Spanisch sein. Vielleicht habe ich aber auch die Muse den dann nochmal ins deutsche zu übersetzen.
Die folgenden Fotos entstanden auf einer kleinen Wanderung vin Chris und mir in der näheren Umgebung Vitorias.
Den Höhepunkt von Chris’ baskischer Woche bildete schließlich am Dienstag ein Ausflug nach Donosti:
Das Meer war gerade noch warm genug für ein letztes Bad im Meer dieses Jahr…
Hier noch ein wirklich sehr professionelles Foto von uns beiden
Abends stand dann noch eine kleine Klettertour zum Monte Urgull an, leider streikten die Batterien, so dass das das letzte Foto dieses Auflugs ist:
Am letzten Tag musste auch ich wieder zur Uni. Abends nutzten wir aber die Zeit und das schöne Wetter noch für eine Radtour auf absoluten Toprädern (IRONIE!) die wir im Centro Civico ausgeliehen haben. Mit denen gings 13 km nördlich zum Stausee.
Lange Geraden und heftiger Gegenwind setzten uns weiter zu.
Schließlich haben wirs aber doch noch an den Stausee geschafft.
Mal wieder beeindruckende Architektur im Baskenland…
Hätte man eine Badehose dabei gehabt, hätte man sich fast noch ins kühle Nass wagen können.
Nach zwei gemütlichen Stunden mit Sonne am See mussten wir aber wieder den Rückweg antreten, schließlich darf man die Leihräder nur für 4 Stunden ausleihen, außerdem wurde es langsam auch wirklich frisch.
Wieder zu Hause wartete noch ein kühles Bierchen auf uns. Wohlverdient nach einer 30 km Tour mit Rädern die gefühlte 20 Kilo wiegen und nur einen (wirklich kleinen) Gang haben.
Das wars fürs erste wieder aus dem Baskenland. Nun warten noch einige organisatorische Dinge auf mich, sowie ein bisschen lernen, langsam läuft der Baskischkurs nämlich richtig an. Ansonsten ist es nun hier wirklich tiefster Herbst, morgens hat man schon Temperaturen nahe am Gefrierpunkt, zwar hilft die Sonne den Tag über fast wieder auf 20 Grad zu kommen, aber im Meer baden wird vorerst nichts mehr… Bis Bald!
Wie einige geneigte Leser eventuell schon mitbekommen haben, ist Chris zur Zeit für etwa eine Woche zu Besuch im schönen Vitoria-Gasteiz und Umgebung. Zu diesem Anlass wollen wir euch auch hiervon natürlich ein paar Bilder präsentieren…
Abends (natürlich in kurz bei 25°) auf dem Plaza Virgen Blanca, dem Zentrum Vitorias.
Eine Wanderung auf den Hausberg darf natürlich nicht im Programm fehlen. Den Olarizu kennt ihr ja schon aus anderen Blogbeiträgen… Man beachte die wunderbare Aussicht auf Vitoria!
Man nennt ihn auch den Gipfelstürmer oder den König des Baskenlandes…
Oben kann man dann sein wohnverdientes Bierchen in der Abendsonne genießen.
Nachdem Chris am Dienstag mit sonnigen 28° begrüßt wurde, bekam er gestern bei einer kleinen Radtour erstmals einen Einblick in die normale Wetterlage im Baskenland und besondere Härten in Bezug auf den Radsport… Bei kurzem Regenschauer und heftigem Gegenwind
Achso und was den assyrischen Dolch angeht:
Bis jetzt konnten wir leider nur die Assyrische Schnecke ablichten, aber wir bleiben dran…
Haben auch schon einige Ruinen abgesucht, wir geben die Hoffnung also nicht auf.
Viele Grüße aus Vitoria-Gasteiz!
Wie bereits mehrfach großspurig angekündigt kommt hier endlich der Nachtrag zu den beiden Ausflügen nach Donosti-San Sebastian.
Dorthin habe ich ja bereits zwei Ausflüge unternommen. Einmal ganz zu Anfang meines Aufenthaltes hier, am 30.08. und einmal zwei Wochen später. Beide male haben wir von dem außergewöhnlichen Phänomen profitiert, dass der Sommer hier so lange anhält und konnten daher den Strand, bzw. die Strände in Donosti genießen. Aber der Reihe nach. Ich mische jetzt einfach mal bunt die besten Fotos aus beiden Ausflügen zusammen.
Das erste Bild zeigt die prachtvoll geschmückte Puente de María Cristina, im Hintergrund typische Häuserzeilen. Dahinter kann man auch schon die nächste Sehenswürdigkeit erkennen.
Als erstes, egal ob man mit dem Zug oder mit dem Bus anreist, empfiehlt es sich nämlich die Catedral del Buen Pastor zu besuchen, die wurde erst um 1900 erbaut und befindet sich daher nicht in der Altstadt sondern mehr innerhalb der Shoppingmeilen. Vorbild waren übrigens die deutschen Münster und Dome, wie es manch einer mit geübtem Auge schon vermutet haben mag.
Für alle die des Spanischen zumindest ein bisschen mächtig sind, gibt es auf diesem Bild noch ein wenig Kirchenphilosophie…
Danach wartete, zumindest beim zweiten Ausflug, erst einmal ein zweites Frühstück mit Blick aufs Meer, auch wenn man sich für diesen bisschen verrenken musste ;-).
Danach geht es in die Altstadt mit ihren Gässchen und zahlreichen Pintxo-Bars. Pintxos, sagte ich schon oder? Das gleiche wie Tapas nur besser weil aus dem Baskenland. Was? Ich? Voreingenommen? Niemals! Die besten soll es, zumindest im Baskenland wirklich in Donosti geben, auch wegen der Nähe zum Meer. Also hier erstmal ein schönes Altstadtgässchen mit Blick auf die Kathedrale.
Und die Basilica de Santa María, Schutzpatronin Donostis, von innen.
Pintxos und Calimotxo
Danach kann man in Donosti entweder einen der Berge besteigen. Direkt zwischen Meer und Altstadt liegt beispielsweise der Monte Urgull, von dem man einen herrlichen Blick über ganz San Sebastian und den Playa de la Concha sowie die dahinter gelegenen Berge des Baskenlandes genießen kann. Das Foto kann diesen leider nur teilweise wiedergeben.
Was man auf keinen Fall auslassen darf sind natürlich die Strände. Zur Auswahl stehen der berühmte Playa de la Concha, meistens sehr voll, durch die Bucht etwas wärmer und weniger Wellen. Seinen Namen hat dieser im übrigen natürlich von seiner Muschelform. Rechts der Altstadt liegt noch der Playa de la Zurriola, hier sind die Wellen deutlich höher, da dieser nicht durch eine Bucht geschützt wird. Der Zurriola ist daher bei Surfern etwas beliebter, der Playa de la Concha ist eben der typische Badestrand.
Also das wars erstmal aus Donosti, das mit dem Pamplona Nachtrag bekomm ich auch noch hin. Vielen Dank fürs Interesse und bis zum nächsten Mal…
P.S.: Noch ein kleiner Nachtrag zur Romería de Olarizu:
Auch wenns nicht so aussieht, Chorizo und Sidra haben super geschmeckt!




































































































































